Schauspielausbildung für Theater und Film in Wien

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Öffnungszeiten: Mo-Do, 14.00 - 19.00 Uhr und Fr, 10.00 - 14.00 Uhr

 

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Informationen zur Bühnenreifeprüfung vor der paritätischen Kommission

Allgemein

Die paritätische Kommissionsprüfung, auch Bühnenreifeprüfung genannt, ist in 3 Teile aufgeteilt:

  1. Eignungsprüfung
  2. Kontrollprüfung
  3. Abschlussprüfung

Zwischen den Prüfungen müssen immer 1,5 Jahre (18 Monate) liegen.

Alle Prüfungen finden zweimal im Jahr statt.

  • Mitte November bis Dezember (Anmeldung: 1. – 20. September)
  • Mitte Mai bis Ende Juni (Anmeldung: 15. März – 10. April)

Nach Absolvierung aller drei Prüfungen der paritätischen Kommissionsprüfung ist man staatlich geprüfte/r SchauspielerIn.

 

Bewerbung

Anmeldung am besten per Email

In einem förmlichen Schreiben angeben, welche Prüfung man machen will (Eignungs-, Kontroll- oder Abschlussprüfung; Erwachsene, die älter als 30 Jahre sind, müssen eine Einstufungsprüfung machen)

Die erhaltenen Unterlagen schickt man ausgefüllt wieder zurück. Dabei ist auch ein Feld Lehrer auszufüllen. Hier bitten wir die SchauspielschülerInnen der Schauspielschule Wien den Namen der Schule anzugeben, da man im Laufe der dreijährigen Schauspielausbildung an der Schauspielschule Wien verschiedene Lehrkräfte im Fach Rollenarbeit hat.

2 - 3 Wochen vor der Prüfung erhält man den genauen Prüfungstermin.

Darauf antwortet man

  1. mit der Angabe die Information erhalten zu haben und
  2. mit einer Liste der Rollen, die man vortragen wird. (Form: Autor, Name des Stücks, Rolle)

 

Bei weiteren Fragen bzw. für die Anmeldung Frau Mag.a Sabine Herold kontaktieren.

Tel. 01/31316-83 841 und Fax: 01/31316-83 899

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Büro der paritätischen Prüfungskommission:

Younion_Die Daseinsgewerkschaft, ÖGB-Catamaran, 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1, 8. Stock, Liftgruppe C, Zimmer 8719

ACHTUNG! Postanschrift:

Younion_Die Daseinsgewerkschaft, HG VIII, Sektion Bühnenangehörige, paritätische Prüfungskommission, Maria Theresien-Strasse 11, 1090 Wien

 

Aufbau der paritätischen Kommissionsprüfung

  1. Die Eignungsprüfung

Man sollte davor ungefähr ein halbes Jahr Schauspielunterricht haben.

vorzubereiten

2 kurze Szenen (eine klassische und eine moderne in der Länge von ca. 2:30 Minuten)

Wenn sich die Kommission nach dem Vorspielen der beiden Szenen nicht sicher ist, kann sie noch eine weitere Szene verlangen. Darum ist es von Vorteil, 3 Rollen vorzubereiten.

 

  1. Die Kontrollprüfung (frühestens eineinhalb Jahre nach der Eignungsprüfung)

vorzubereiten

3 Szenen mit einer Länge von mindestens 3:30 Minuten (entweder 1 klassische und 2 moderne Szenen oder 2 klassische und 1 moderne Szene)

Auch bei der Kontrollprüfung ist es von Vorteil, wenn man auf Nachfrage noch eine „Kür-Rolle“ (einen zusätzlichen Rollenausschnitt) anbieten kann.

Es ist ebenfalls gern gesehen, wenn man auf Nachfrage eine Tanz- oder Gesangseinlage (Chanson oder Couplet) darbieten kann.

 

  1. Die Abschlussprüfung

vorzubereiten

12 Szenen aus 3 sogenannten Ganzrollen und 3 Teilrollen

Ganzrolle = 3 Szenen aus einem Stück (eine Szene vom Anfang, eine von der Mitte und eine vom Ende des Stücks)

Wichtig ist dabei, dass die Rolle möglichst einen Spannungsbogen, aufweist und die dargestellte Figur im Laufe der Handlung wachsen bzw. sich verändern kann.

= 3 Ganzrollen à 3 Szenen = 9 Szenen

Teilrolle = wie bei Kontrollprüfung, einfache Szenen (2 klassische + 1 moderne Szene ODER 1 klassische + 2 moderne Szenen)

Jede Szene mindestens 4 Minuten lang.

Unter den ausgewählten Rollen sollte sowohl bei den Ganzrollen als auch bei den Teilrollen ein Klassiker dabei sein.

Auch bei der Abschlussprüfung ist es wichtig, dass man in der Lage ist, die Grenzen des Sprechtheaters durch etwaige Tanz- oder Gesangseinlagen zu erweitern.

 

Fragen

Darf man Rollen von der 1. oder 2. Prüfung in die Abschlussprüfung mitnehmen?

Was die Rollen betrifft, so darf man bei der Auswahl der Rollenausschnitte eine Prüfung „überspringen“. Das heißt, wenn man eine Rolle in der Eignungsprüfung nicht gespielt hat (man hat z.B. 3 Rollen gelernt, aber nur 2 vorgetragen) darf man diese nicht gespielte Rolle in der letzten Prüfung wieder spielen. Man darf jedoch keine Rolle aus der Kontrollprüfung wiederholen.

Darf man einen Dialog vortragen?

Ab der Kontrollprüfung darf man eine zweite Person als DialogpartnerIn zur Prüfung mitnehmen, wenn klar ist, dass der Part des/der DialogpartnersIn kleiner ist als des/der eigentlichen PrüfungskandidatIn.

Wie sieht es mit Kostümen aus?

Bei den einzelnen Prüfungen sollte man sich so wenig wie möglich umziehen und so wenige Requisiten wie möglich verwenden. Am besten ist neutrale Kleidung z.B. eine schwarze Hose, ein schwarzer Rock, ein schwarzer Pullover, ein schwarzes Hemd und Ähnliches. Alles, was länger als eine Minute zum Umziehen dauert, ist unerwünscht. Auch für die Requisiten gilt die Devise möglichst wenig und möglichst einfach. Als Requisiten auf der Bühne werden grundsätzlich ein Tisch und 3 Stühle bereitgestellt.

Wie viele Leute sitzen in der Prüfungskommission?

Das ist unterschiedlich. Es können zwischen 4-7 PrüferInnen sein. Wenn es eine gerade Zahl ist, hat der/die Vorsitzende der Prüfungskommission doppeltes Stimmrecht, damit es nicht zu einer Pattsituation kommen kann.

Der/die Vorsitzende der Prüfungskommission ist gleichzeitig deren Sprecher und kommuniziert mit den PrüfungskandidatInnen.

Frau Mag.a Herold von der Gewerkschaft (siehe Kontakt beim Punkt Bewerbung) sitzt ebenfalls in der Prüfungskommission, hat aber grundsätzlich kein Stimmrecht, es sei denn, dass ein/e PrüferIn ausfällt. Sie fungiert als Schriftführerin und ist Zeugin, dass laut Gewerkschaft alles in Ordnung geht.

Wo findet die Prüfung statt?

Das hängt davon ab, welches Theater gerade zur Verfügung steht. Wenn möglich finden die Eignungsprüfungen in den Kammerspielen statt. Die Kontroll- und Abschlussprüfungen finden bevorzugt im Hauptgebäude der Josefstadt statt. Je nach Verfügbarkeit können Prüfungen aber auch im Raimund Theater, Ronacher, Komödie am Kai oder im Rabenhof abgehalten werden.

Wie viel kostet die Prüfung?

ca. 36 € pro Prüfung

Für das Abschlussdiplom ist zusätzlich eine Stempelgebühr zu bezahlen.

Nach jeder Prüfung bekommt man eine Bestätigung, dass man für die nächste Prüfungsstufe zugelassen ist.

Gibt es die Prüfung nur in Wien?

Grundsätzlich ist es auch in anderen Bundeshauptstädten möglich, eine Bühnenreifeprüfung abzulegen. Bitte im jeweiligen Bundesland nach der zuständigen Gewerkschaft erkundigen.

Kann es passieren, dass ich keinen Termin bekomme, auch wenn ich mich rechtzeitig angemeldet habe?

Wenn es zu viele Anmeldungen gibt, muss sich die Prüfungskommission um mehr Prüfungstermine bemühen. Wenn man sich innerhalb der angegebenen Anmeldefrist angemeldet hat, kann der Antritt zur Prüfung grundsätzlich nicht verweigert werden.

 

Alle Angaben ohne Gewähr.

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